NHL Streik beendet

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Mitten im Hochsommer wurde das Ende des einjährigen Eishockeystreiks in der amerikanischen National Hockey League (NHL) verkündet. Am Mittwochabend gaben die Klub-Eigentümer und die Spielergewerkschaft (NHLPA) in Toronto eine "grundsätzliche Einigung" über einen neuen Kollektivvertrag bekannt. Der Meisterschaftsstart ist für Oktober anvisiert.

Längste Arbeitskampf im US-Profisport zu Ende

Damit fand der längste Arbeitskampf im US-Profisport am 301. Tag sein Ende. Details über die neue Vereinbarung wurden nicht bekannt. Die angesehene Los Angeles Times veröffentlichte bereits vor der Bekanntgabe durch die Spielergewerkschaft Details über die Einigung. Laut der Zeitung haben sich die beiden Streitparteien auf einen Sechs-Jahres-Vertrag mit einer Gehaltsobergrenze (salary cap) zwischen 21 und 39 Millionen Dollar geeinigt. Bestehende Verträge sollen um 24 Prozent reduziert werden, ein Jung-Profi (Rookie) darf höchstens 850.000 Dollar verdienen. Die 30 Vereine sollen zusätzlich nur maximal 54 Prozent ihrer Einnahmen für Spielergehälter ausgeben dürfen. Um bald einen normalen Spielbetrieb gewährleisten zu können, stehen die Vereine schon jetzt unter Zeitdruck. Viele ihrer Cracks waren während des Lockout nach Europa geflüchtet bzw. stehen mittlerweile nach Ablaufen ihres Vertrages ohne Verein da. Damit wird auch die Eishockey-Liga in Österreich den ein oder anderen NHL-Profi, aber auch einige heimische Cracks an die stärkste Liga der Welt verlieren: Torhüter Reinhard Divis hat noch Vertrag bei den St. Louis Blues, Stürmertalent Thomas Vanek wird nach seiner starken Saison in der AHL im Team der Buffalo Sabres erwartet. Thomas Pöck, der schon für die New York Rangers gespielt hat, könnte ebenfalls in die NHL zurückkehren. Zudem spekulieren Oliver Setzinger (2001 von Nashville gedraftet), Matthias Trattnig und Andre Lakos (beide Vertrag mit Ausstiegsklauseln bei Red Bull Salzburg) mit einem Engagement in Übersee.

Sichergestellt wurde im Zuge der Einigung auch, dass die Spieler an den Olympischen Spielen 2006 in Turin (10. bis 26. Februar) teilnehmen können. Die NHL wäre dafür zu einer 18-tägigen Pause bereit.

Ratifizierung fehlt noch

In den US-Zeitungen war unter Berufung auf Klub-Bosse und Gewerkschaftsfunktionäre schon seit Längerem über eine bevorstehende Einigung berichtet worden. Die NHL-Vertreter hatten dies allerdings offiziell stets dementiert. Die Saison 2004/05 war wegen eines am 15. September des Vorjahres ausgesprochenen Lockout entfallen, weil sich Liga und Spielervertreter nicht über eine Gehaltsobergrenze (Salary cap) einigen konnten. Das neue Abkommen muss von beiden Parteien noch ratifiziert werden. hb

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