Neue DDoS-Attacken

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Das Online-Glücksspielangebot jaxx.de war seit vergangenem Sonntag Ziel von räuberischen Erpressern. Mit einer so genannten "DDoS-Attacke", die unter Zuhilfenahme unabhängiger Rechner zahllose Zugriffe auf die Homepage von jaxx.de verursacht hat, haben vermutlich osteuropäische Täter versucht, das Online-Angebot lahmzulegen.

Das Sicherheitskonzept des Glücksspiel-Anbieters hat ein Eindringen der Täter aber verhindern können – allerdings mussten hierdurch zeitweise die Kunden des Portals "Schlange stehen", um ihren Lottoschein oder ihre Pferdewette abgeben zu können. "Ein Sicherheitsrisiko hat zu keiner Zeit bestanden", betont Mathias Dahms, Vorstand Products & Services des Mutterunternehmens FLUXX AG, im Gespräch mit net-tribune. "Die individuellen Daten der Spieler sind bei uns sicherer aufgehoben als in Fort Knox."

Zuvor ging dem Unternehmen ein Erpresserschreiben zu, in dem gegen die Sofortzahlung eines Lösegeldes die Einstellung der Attacken in Aussicht gestellt wurde: "... verlangen wir eine Zahlung von 40.000 Euro. Dieses Geld müssen Sie per Western Union überweisen. Das ist eine sogenannte Minuten-Überweisung, d.h. falls Sie heute überweisen und wir nicht gehindert werden, das Geld abzuheben, dann wird die Attacke bereits heute abend abgestellt. Sie werden selbstverständlich eine Ermittlungsbehörde einschalten, ist auch Ihr gutes Recht. Ich möchte Ihnen aber eine Insider-Information mitteilen, Ihre Konkurrenz Nr. 1 hat bereits bezahlt. ..."

Zwischenzeitlich wurden das Bundeskriminalamt sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eingeschaltet, die intensiv an der Verfolgung der Täter arbeiten. Erste Spuren führen in die Ukraine. In letzter Zeit haben sich vergleichbare Angriffe auf große Online-Angebote, darunter Google, Amazon oder Betfair, dramatisch erhöht.

"Immer häufiger werden bedeutende Internetunternehmen Opfer solcher Attacken", weiß Dahms. "Solche Angriffe und das hierin liegende Potenzial gefährden die innere Sicherheit unserer Gesellschaft - hier muss die Politik aktiv werden. Wir werden die Strafverfolgungsbehörden nach besten Kräften in der Ermittlung nach den Tätern unterstützen und sind sehr optimistisch, mit unseren Erkenntnissen und technischen Möglichkeiten hierzu erfolgreich beitragen zu können." Das Unternehmen hat inzwischen eine Belohnung in Höhe von 40.000 Euro auf sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, ausgesetzt.

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