Glücksspiel-Monopol erhalten

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Die rheinland-pfälzische Landessportkonferenz hat sich für den Erhalt des staatlichen Lotteriemonopols ausgesprochen. "Wenn dieses Monopol wegbricht, kriegt der deutsche Sport Riesenprobleme", warnte Innenminister Karl-Peter Bruch (SPD) bei der Tagung.

Am 8. November wird das Bundesverfassungsgericht über eine Liberalisierung des Glücksspiel- und Sportwettenmarktes befinden. Wenn das Staatsmonopol kippt, drohen dem organisierten Sport enorme Einnahme-Ausfälle. Die Innenministerkonferenz, berichtete der für den Sport zuständige Bruch bei der Landessportkonferenz in Mainz, habe sich daher für einen Erhalt des staatlichen Monopols ausgesprochen. "Die Internet-Wettanbieter bereiten uns schon jetzt große Sorge", verdeutlichte Bruch den Ernst der Lage. Zugleich gestand der Innenminister ein, dass man für den Fall einer Marktöffnung keine Patentrezepte in der Schublade habe.

Was für den Sport in Rheinland-Pfalz auf dem Spiel steht, rechnete der Vizepräsident des Landessportbundes (LSB), Hermann Höfer, vor. 530 Millionen Euro Umsatz verbucht die Lotteriegesellschaft des Landes jährlich, davon fließen circa 38 Prozent über Steuern und Konzessionsabgaben in den Landeshaushalt. "Die staatliche Genehmigungshoheit muss erhalten bleiben", forderte auch Höfer, zugleich Vorsitzender der Lotto-Gesellschafterversammlung. "Es geht nicht um eine Monopolstellung, aber um gleiche Wettbewerbsbedingungen." Im Klartext: Private Wettanbieter sollen künftig Steuern in derselben Höhe zahlen müssen.

Wie wichtig die Einnahmen aus Lotterien sind, wurde auch bei anderen Themen der Landessportkonferenz deutlich. LSB-Präsident Egon Heberger machte sich gegenüber Bruch dafür stark, das Sonderprogramm Sportstättenbau über 2006 hinaus fortzusetzen. Seit 2002 sind auf diese Weise jährlich rund drei Millionen Euro in den Bau oder die Sanierung vereinseigener Sportstätten geflossen. "Wir werden darüber reden müssen", signalisierte Minister Bruch mit Blick auf die Beratungen über den kommenden Doppelhaushalt Gesprächsbereitschaft.

Wie groß der Sanierungsbedarf bei Sportanlagen ist, zeigte eine von LSB-Schatzmeister Thomas Wansch vorgestellte Statistik: Demnach müssen zwei Drittel aller rheinland-pfälzischen Vereine, die selbst Inhaber von Sportanlagen sind, diese kurz- oder mittelfristig modernisieren. "Deshalb brauchen die Vereine diese Förderung", betonte Wansch. Immerhin hat das Land die geplante 2,5-Prozent-Kürzung bei Zuschüssen zur Übungsleiterausbildung wieder rückgängig gemacht. Außerdem wird sich nach einer Studie der Fachhochschule Remagen die kommunale Sportförderung in den nächsten Jahren nicht verringern

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