Ausgewettet?

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<b>Schlechteres Timing könnte es für Fluxx und Konsorten kaum geben: Ausgerechnet vor der Fußball-WM wollen mehrere Bundesländer einem Medienbericht zufolge private Wettbüros schließen.</b>

Wie "Euro am Sonntag" berichtet, wollen die Bundesländer in den kommenden Wochen massiv gegen private Wettanbieter vorgehen. Das hessische Innenministerium habe in den vergangenen Tagen alle Landratsämter angewiesen, private Sportwettenbüros zu schließen, in anderen Bundesländer gebe es ähnliche Anweisungen, schreibt das Blatt.

Die Betreiber der Wettlokale seien aufgefordert worden, binnen zwei Wochen ihr Geschäft einzustellen, ansonsten würden die Läden geschlossen, hieß es weiter. Grund für das Durchgreifen der Bundesländer ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Ende März. Darin fehlte die Bestätigung für eine Liberalisierung des deutschen Wettmarktes. Die Richter hatten damals das Staatsmonopol für die Oddset-Sportwetten der staatlichen Deutschen Klassenlotterie in Berlin in seiner derzeitigen Form für verfassungswidrig erklärt und Nachbesserungen zum Schutz Spielsüchtiger gefordert. Demnach dürfe das Monopol nur dann bestehen bleiben, wenn weitestgehend auf Werbung und Spielanreize verzichtet werde.

Bis 2007 soll eine Lösung für den deutschen Wettmarkt gefunden werden – bis dahin könnten die Bundesländer das Verbot privater Anbieter aufrechterhalten und durchsetzen.

<b>Schwerer Schlag für Fluxx</b>
Von den Plänen der Länder ist auch die börsennotierte Fluxx betroffen. "Im schlimmsten aller Fälle müßten wir alle Ladenlokale in Deutschland schließen", zitierte die "Euro am Sonntag" Fluxx-Sprecher Stefan Zenker. Fluxx betreibt insgesamt 100 stationäre Wettbüros, den Großteil davon in Deutschland.

Die Regelung kommt für Fluxx denkbar ungünstig. Denn um bei der Fußball-WM europaweit Marktanteile zu gewinnen, hat der Glücksspiel-Anbieter soviel in den Aufbau seines Sportwetten-Geschäfts gesteckt, dass am Ende des ersten Quartals rote Zahlen in den Büchern standen. Das schwächer werdende Lotto-Geschäft tat sein übriges.

Die Fluxx-Aktie hat im letzten Jahr mehr als 33 Prozent verloren und notiert aktuell bei 7,23 Euro.

<b>Keine Betandwin-Trikots</b>
Auch für Betandwin könnte es Schwierigkeiten geben. Bislang wurden Wettanbieter mit Lizenzen aus Österreich, Gilbraltar, Malta oder Zypern größtenteils zwar geduldet, bei Betandwin geht es jedoch speziell um die Werbung. Da das Bundesverfassungsgericht Werbung für staatliche Wettanbieter untersagt hat, gilt dies erst recht für private. So hat Bayern bereits ein Werbeverbot für Betandwin auf den Trikots des Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München angekündigt.

Die Betandwin-Aktie hat sich erst in den letzten Tagen leicht von ihrer nach Ansicht vieler Börsianer überfälligen Korrektur erholt.

Quelle: <a href='http://boerse.ard.de/content.jsp?go=meldung&key=dokument_166204' target='_blank'>boerse.ard.de/content.jsp?go=meldung&key=dokument_166204</a>

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