Gründer von Partygaming machen Kasse

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Knapp ein Jahr nach dem Börsengang haben die vier Gründer des weltgrößten Betreibers von Onlinekasinos, Partygaming, erstmals Anteile verkauft. Insgesamt wurden am Mittwoch fünf Prozent des Aktienkapitals der in Gibraltar sitzenden Gruppe über die Börse verkauft.

Der Erlös: 232 Mio. £ (337 Mio. Euro). Allerdings haben die vier Glücksspielexperten einen schlechten Zeitpunkt erwischt, sagen Analysten. Sie mussten 150 Millionen Aktien weniger verkaufen als zunächst geplant. Doch auch die reduzierte Verkaufstranche brachte den Aktienkurs des Konzerns am Mittwoch noch auf steile Talfahrt.

Der Schritt ist ein weiteres Zeichen dafür, dass sich die als Branchenpioniere gefeierten Gründer, Ruth Parasol, Russell DeLeon, Anurag Dikshit und Vikrant Bhargava allmählich aus dem vor allem mit Poker-Webseiten erfolgreichen Konzern zurückziehen. Parasol und DeLeon, ehemals im kalifornischen Online-Sexgeschäft tätig, und die beiden indischen IT-Experten Dikshit und Bhargava gründeten 1997 Partygaming und stiegen damit schnell zum Weltmarktführer auf.

Der Börsengang verwandelte die Internetunternehmer in vielfache Millionäre. Dikshits Anteil, mit 31 Prozent der größte Aktionär, ist auch nach dem Verkauf noch knapp 1,5 Mrd. £ wert. Vergangenen Monat wurde bekannt, dass Dikshit, der vor allem als Softwarearchitekt hinter der Gruppe fungiert, sich aus seiner Rolle als operativer Geschäftsführer zurückziehen wird. Auch Bhargava hatte damals seinen Rückzug als Marketingchef bis Ende des Jahres angekündigt.


Gründerquartett hält bislang 70 Prozent

Das Gründerquartett hielt bislang etwa 70 Prozent des Kapitals von Partygaming. Der Aktienverkauf am Mittwoch wurde durch Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) abgewickelt, die Bank, die auch den Börsengang von Partygaming geleitet hatte, der knapp 1 Mrd. £ einspielte. Die Finanzmärkte reagierten nervös. Das Papier brach vorübergehend ein und schloss mit 117,8 Pence um 3,7 Prozent niedriger. Unsicherheit ging von einer nächste Woche geplanten Verhandlung im US-Repräsentantenhaus aus. Dort soll über einen neuen strengeren Regulierungsrahmen für Onlinekasinos beraten werden.

Partygaming kontrolliert mit seinen Websites etwa die Hälfte des weltweiten Online-Pokermarkts.

Mehr als die Hälfte der Spieler an den virtuellen Pokertischen des Konzerns sind jedoch Amerikaner. Das Spiel wird in den USA als Glücksspiel in einigen Bundesstaaten verboten. In anderen agieren die Zocker in einer rechtlichen Grauzone.

Die vier Gründer können nun bis Ende des Jahres keine weiteren Aktien versilbern. "Die Gründer müssen noch bis 2010 eine Mehrheit des Kapitals halten, um den Firmensitz in Gibraltar zu behalten", sagte ein Sprecher von Partygaming. Nach Schätzungen von ABN Amro können die vier Gründer ihren Anteil um weitere elf Prozent senken, bevor sie den steuersparenden Gibraltar-Status verlieren.FTD

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