Glücksspiel Monopol in Österreich vor dem Fall

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Unmittelbar vor der Sommerpause plant die Bundesregierung offenbar die Abschaffung des Monopols für Glücksspiele.

Morgen wollen die Regierungsparteien ÖVP und BZÖ die Novelle zum Glücksspielgesetz absegnen, berichtet die Tageszeitung "Die Presse" (Donnerstag-Ausgabe). Damit könnten Lotto und Toto nicht nur bei den Lotterien gespielt werden, sondern auch bei anderen Anbietern. Dasselbe gilt für Roulette, Baccarat & Co.

Novomatic-Gruppe in den Startlöchern

Die Abschaffung des Monopols würde den Weg für die niederösterreichische Novomatic-Gruppe frei machen, die sich zusammen mit der Telekom Austria für das lukrative Lotteriengeschäft interessiert.

Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen das Glücksspiel - Lotto, Video-Poker und diverse Online-Spiele - in heimische Wohnzimmer bringen, schreibt die Zeitung. Voraussetzung dafür ist eine Lizenz für elektronische Lotterien, die erst durch eine Gesetzesnovelle erteilt werden kann.

Auch Staat profitiert

Der geplante Schritt sei eine reine Marktöffnung, von der auch der Staat profitieren würde. Über die Telekom Austria, an der die Republik 25,01 Prozent hält, würde sich der Staat indirekt Zugang zum stark wachsenden Glücksspielmarkt eröffnen.

Verlierer der Öffnung des Marktes wären die Casinos Austria sowie die Lotterien, deren Chef Leo Wallner von der Maßnahme nicht begeistert ist. Wallner zur "Presse": "Wir wurden nicht einmal informiert, sondern haben nur durch Zufall Wind von der geplanten Liberalisierung bekommen. Es handelt sich um eine Nacht- und Nebelaktion, die eines demokratischen Staates nicht würdig ist".

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