Betandwin droht mit 500-Millionen-Klage

 |   |  0 Kommentare |  Kommentieren |  218 mal angesehen
München - Im Streit um private Sportwetten droht der Anbieter "Betandwin" dem Staat mit Schadenersatzforderungen von einer halben Milliarde Euro. Das werde fällig, wenn die deutschen Behörden dem Unternehmen die Wettlizenz entzögen, sagte Vorstandschef Norbert Teufelberg gegenüber "Focus Money". Der Wettanbieter hält an seinem Trikot-Sponsoring fest. "Wir ziehen uns nicht beim ersten Gegenwind aus der Bundesliga zurück", sagte Teufelberg.

Im Kampf gegen "Betandwin"-Trikotsponsoring für Amateurvereine will die Staatsregierung offenbar vorsichtiger vorgehen. Die Vereine sollen Zeit bekommen, ihre Trikots auszuwechseln, machte Innenminister Günther Beckstein deutlich. Grundsätzlich gilt aber aus Sicht des Ministeriums weiter: Werbung für "Betandwin" ist illegal.

CSU-Fraktionschef Joachim Herrmann hatte das strikte Vorgehen der Behörden bemängelt. Er hält an seiner Kritik fest und stellt das staatliche Wettmonopol in Frage. Im Kabinett wurde das strittige Thema besprochen, berichten Teilnehmer. Tenor: Das Monopol soll bleiben.

Für den Amateur-Fußball ist die Diskussion doppelt bedrohlich. Mit "Betandwin" droht ein Sponsor auszufallen. Durch den Umsatzeinbruch beim staatlichen Oddset gehen dem Breitensport jedoch noch größere Summen verloren, die der Wettanbieter bisher per Konzessionsabgabe unter anderem in die Förderung des Breitensports steckte. Aus diesem Grund spricht sich die Landtags-SPD nicht für einen Bruch des Monopols aus.

Kommentare

Gute Wettanbieter

Betway Wettanbieter Betsafe Wettanbieter Tipico Wettanbieter Sportingbet Wettanbieter