Weitere Kritik gegen Vorgehen in Deutschland

 |   |  0 Kommentare |  Kommentieren |  211 mal angesehen
Die Entscheidung des sächsischen Innenministeriums, dass bwin keine Wetten mehr in Deutschland Anbieten darf, ruft weiterhin die Kritiker auf die Tagesordnung.

Hannes Androsch, Miteigentümer und Aufsichtsrat des österreichischen Sportwettenanbieters, kritisiert das Vorgehen der deutschen Politiker als Willkürakt, der nur dazu diene, das staatliche Wettmonopol zu verteidigen. Androsch sprach am Samstag im Ö1-"Morgenjournal" von "Monopol-Zockerei und Monopol-Heuchelei". Dabei sei eine Liberalisierung im Lotto- und Glückspielbereich nach EU-Vorstellungen gar nicht zu vermeiden. Das Argument, eine staatliche Wettbehörde könnte die Suchtspieler besser schützen, lässt Androsch nicht gelten. Denn gerade der bayrische Glückspielbetreiber wisse gar nicht, wer wie oft spiele. "Das Problem ist bei den staatlichen Monopolen. Wir hingegen haben eine Kontrolle. Wer bei uns zu oft spielt, wird ausgeschieden".

Auch seitens der Internet-Branche im Allgemeinen hagelt es Kritik: "Dass ein erfolgreiches Unternehmen ohne erkennbaren Grund von der Politik dicht gemacht werden soll, nützt niemandem", so Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) gegenüber portel.de. "In der digitalen Welt hat das Wettmonopol längst ausgedient. Wir sollten uns nicht an verstaubte Gesetze aus der Vorkriegszeit klammern, sondern müssen dafür sorgen, dass sich junge Internet-Unternehmen in Deutschland ansiedeln." Bitkom fürchtet eine schädliche Signalwirkung gerade für frische Unternehmen mit neuen Geschäftsideen im Internet. "Wenn wir solchen Firmen in Deutschland den Strom abdrehen, spielt die Musik eben im Ausland", so Rohleder.

Kommentare

Gute Wettanbieter

Expekt Wettanbieter Bet365 Wettanbieter Tipico Wettanbieter Sportingbet Wettanbieter