Online Glücksspiel soll weiter blühen

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<b>Glücksspiele lauern überall. Nicht nur in Spielbanken, sondern auch im Internet. Jetzt soll damit Schluss sein. Der Innenminister hat den Spielanbietern den Kampf angesagt. Doch staatlich konzessioniert soll das Online-Spiel offenbar sogar noch ausgeweitet werden.</b>

Es ist erst wenige Tage her, dass Hessen dem privaten Sportwettenanbieter bwin verboten hat, Sportwetten und andere Glücksspiele anzubieten. "Wenn wir vor Spielsucht nicht nur warnen, sondern auch handeln wollen, dann ist es notwendig, dass wir den Bereich des Internets nicht ausschießen", erklärte Innenminister Volker Bouffier (CDU) im hr-Landesmagazin defacto.

Spielbank Wiesbaden weiter online
Die Voraussetzung für dieses Verbot hat das Bundesverfassungsgericht im Frühjahr geschaffen. Im Urteil wird eine konsequente Bekämpfung von Spielsucht verlangt. Besonders im Internet. Das hessische Verbot gilt allerdings nicht für die Spielbank Wiesbaden. Hier hat Bouffier vor zwei Jahren sogar die erste Kugel für das Internetroullette geworfen. Dafür wurde eigens gegen die Stimmen der Opposition das Spielbank-Gesetz geändert. Angesichts der illegalen Online-Glücksspiele müsse man etwas tun, um dubiosen Betreibern nicht das Feld zu überlassen, argumentierte damals der Innenminister. Nur: Die wurden jetzt sind jetzt ja ausgeschaltet.

Geheimplan: Internetroulette soll ausgeweitet werden
Vom Nervenkitzel am Heim-PC erhoffen sich die Spielbanken auch künftig große Gewinne. Rund eine Million Euro erwirtschaftet die Wiesbadener im Jahr online. Die Spielbank glaubt die Suchtgefahren beim Internetspiel kontrollieren zu können. "Wenn wir das Internet-Spiel einstellen, dann würde uns eine große Möglichkeit entgehen Suchtprävention zu betreiben", sagt Spielbank-Chef Thomas Freiherr v. Stenglin.

Die Internet Konzession für die Spielbank Wiesbaden läuft Ende dieses Jahres aus. Doch hier hofft man weitermachen zu können. Die Lage scheint so günstig wie nie: Immerhin wird die private Konkurrenz dann wohl ausgeschaltet sein. Außerdem liegen defacto Geheimpläne vor, wonach das Internetroulette auf alle drei hessischen Spielbanken ausgeweitet werden soll.

"Mir ist bekannt geworden, dass die Spielbankbetreiber sich mit dem Entwurf nicht zufrieden geben. Sie wollen weiter ein Internetspiel in Deutschland betreiben", sagt Bernhard Stracke, Spielbankbeauftragter von ver.di. Kein Wunder, denn die hessische Landesregierung würde dabei auch kräftig mitverdienen. Lotterievertrag, Internetverbot - Es wird wohl alles darauf hinauslaufen, dass die privaten Glückspielanbieter verboten werden - an denen der Staat nicht mitverdient. Die staatlich konzessionierten dürfen wahrscheinlich weitermachen.

Quelle: <a href='http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=15662&key=standard_document_26166928' target='_blank'>www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=15662&key=standard_document_26166928</a>

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