TV-Sender Konzessionsmodell für Sportwetten

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Die privaten Fernsehsender RTL, ProSiebenSat.1, DSF und Premiere haben an die Bundesländer appelliert, sich vom staatlichen Monopol bei Sportwetten zu verabschieden und unterdessen Konzessionen zu vergeben. Der "Arbeitskreis Wetten" präsentierte am Donnerstag gemeinsam mit dem Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) ein Konzessionsmodell für Sportwetten. In Auftrag gegeben wurden dies bei der Beratungsfrima Deloitte.

Die Ministerpräsidentenkonferenz will in der kommenden Woche über einen Staatsvertragsentwurf beraten, der das Sportwetten-Monopol des staatlichen Anbieters Oddset für weitere vier Jahre festschreibt. Eine Entscheidung über den Lotterie-Staatsvertrag wird aber erst für die Dezember-Sitzung erwartet.

Im "Arbeitskreis Sportwetten" haben sich das Internetportal Bild.T-Online, der Sportsender DSF, die TV-Konzerne ProSiebenSat.1 Media AG und EM TV, der Bezahlsender Premiere und RTL zusammengeschlossen. Nach Angaben von VPRT-Präsident Jürgen Doetz gibt es bei den Sendern selbst Überlegungen, selbst ins Wettgeschäft einzusteigen. Der TV-Sender Sat.1 ist bereits in Österreich im Wettgeschäft engagiert. DSF-Geschäftsführer Thomas Deissenberger warnte in Berlin die Politik davor, deutsche Unternehmen von einem strategischen Wachstumsmarkt wie dem der Sportwetten auszuschliessen.

Das Konzept des "Arbeitskreises Sportwetten" sieht ein Nebeneinander von staatlichen und privaten Wettangeboten vor, das von einer Aufsichtsbehörde reguliert wird. Zu dem Konzept gehören auch Massnahmen zur Vorbeugung vor Spielsucht und zum Jugendschutz. (cp)

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