Sachsen schützt Glücksspieler nur mangelhaft

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Der deutsche Fachverband Glücksspielsucht hat den Schutz von Spielsüchtigen und Suchtgefährdeten in Sachsen als „mangelhaft“ kritisiert. Der Vorwurf richtet sich gegen die Aufsicht und die Spielbanken selbst.

„Bei der Spielbankenaufsicht muss es eine deutliche Distanz zu finanziellen Interessen des Staates geben“, sagte Verbandsvorsitzende Ilona Füchtenschnieder gestern in Dresden.
Die Aufsicht hat in Sachsen das Finanzministerium. In zahlreichen Bundesländern trägt das Innenministerium die Verantwortung. Laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen gibt es bundesweit zwischen 250 000 und 400 000 süchtige Glücksspieler. Füchtenschnieder kritisierte, dass sächsische Spielbanken süchtige Glücksspieler unter Sperre nicht komplett vom Spiel ausschlössen. „Ihnen droht bei Auffallen eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Unerkannt spielen ist dennoch möglich.“ Zeitweise hätten die Spielbanken Sperren überhaupt nicht angenommen.
„Wir haben deshalb eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Aufsicht gestellt.“ Der wirksame Ausweg könne nur in staatlicher und strenger Kontrolle bestehen. (dpa/ta)

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