Staat behält Wett-Monopol

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zur Beibehaltung des staatlichen Wett-Monopols wurde so erwartet. Schließlich wollen die Bundesländer an den riesigen Umsätzen – 3,6 Milliarden Euro waren es im Jahr 2005 – auch entsprechend teilhaben.

Doch ob der Staatsvertrag europäischem Recht stand hält, ist eine nach wie vor ungeklärte Frage. Deutschlands größter Sportwettenanbieter bwin wird diese zum eigenen Wohl klären. So wertet das in der Lausitz ansässige Unternehmen die gestrige Entscheidung, die 2008 in Kraft tritt, als Zeitgewinn, um den neuen Lotteriestaatsvertrag in dieser Form doch noch zu verhindern.

Dass nur Schleswig-Holstein im Sinne von bwin das staatliche Wett-Monopol ablehnte, kann ein Zufall sein. Doch ausgerechnet die Vorzeigemannschaft des nördlichsten Bundeslandes muss sich nun langfristig ernsthaft um einen neuen Hauptsponsor bemühen. Der SV Werder Bremen wird sicher fündig werden. Ob die etwa a 20.000 kleinen Fußball-Vereine, die Basketball- oder die Handball-Bundesliga neue potente Geldgeber oder Ausrüster finden, bleibt zweifelhaft. Die Kleinen also müssen wieder mal bluten. Dazu zählen auch die 60 Angestellten von bwin, die in eine ungewisse Zukunft blicken. Ebenso befürchten die Unternehmen, die von der großen Werbekraft privater Sportwettenanbieter profitieren, große Verluste.

Der Staat hat sich unter dem Vorwand, den Bürger vor den Gefahren der Spielsucht zu schützen, für einen Eingriff in die Gesetze der Marktwirtschaft entschieden. Im Gegenzug sollen für den Sport 540 Millionen Euro jährlich ausgeschüttet werden. Ob diese Rechnung letztlich aufgeht, kann derzeit keiner sagen. Sicher zu erwarten sind nur weitere juristische Nachspiele.

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