Amerikas Kriegserklärung

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Während Großbritannien versucht, die prosperierende Internet-Glücksspielindustrie auf die Insel zu locken, haben die Vereinigten Staaten der Branche den Krieg erklärt. Im Juli wird der Vorstandsvorsitzende von Betonsports, David Carruthers, nach seiner Ankunft in Texas festgenommen. Er wollte dort das Flugzeug wechseln und nach Costa Rica weiterfliegen, dem Unternehmenssitz. Die Behörden werfen ihm Gaunerei, Verschwörung und Betrug vor. In den meisten US-Bundesstaaten sind Online-Wetten verboten. Darüber hinaus verbietet ein Bundesgesetz aus den sechziger Jahren das Wetten per Telefon. Die Behörden gehen davon aus, dass dieses Gesetz auch auf die Onlinebranche angewendet werden darf.

Nach der Festnahme kommt es an den Börsen zu Panikverkäufen. Die Aktien von Internetwettbüros stürzen ab, schließlich machen sie in den USA einen Großteil des Umsatzes. Die Londoner Börse steht im Mittelpunkt, weil zahlreiche Onlinespielstätten in der britischen Hauptstadt gelistet sind. Die Londoner Börse hatte die Unternehmen in den Jahren zuvor mit dem Hinweis geködert, die Zulassungsbestimmungen seien weniger streng als in den USA.


Im September wird der Aufsichtsratschef von Marktführer Sportingbet, Peter Dicks, nach der Landung in New York verhaftet. Die Aktien der Online-Wettbüros büßen erneut bis zu 50 Prozent ihres Wertes ein. Dicks tritt umgehend als Aufsichtsratschef zurück und wird wenige Tage auf Kaution freigelassen. Ein Auslieferungsersuchen des US-Bundesstaates Louisiana lehnt der Richter ab.

Im Vorfeld des Wahlkampfs zum US-Kongress Anfang November versuchen die Republikaner bei konservativen Wählern zu punkten. Anfang Oktober wird ein Gesetzentwurf durch beide Kammern des Kongresses gepeitscht, der es US-Banken künftig verbietet, Geldüberweisungen an Online-Wettbüros auszuführen. Zwei Wochen später setzt US-Präsident George W. Bush das Gesetz mit seiner Unterschrift in Kraft. Derweil haben die meisten Online-Wettanbieter angekündigt, sich vom US-Markt zurückzuziehen.

Unterdessen nimmt sich die britische Regierung illegale Pokerclubs zur Brust. Anfang Januar wird Derek Kelly, Chef des größten europäischen Clubs Gutshot, wegen Verstoßes gegen den Gambling Act verurteilt. Er muss zwar nicht in Gefängnis, aber die Verfahrenskosten in Höhe von 23 000 Pfund tragen. Außerdem wird sein Club geschlossen. Kelly hatte von 12 000 Pokerspielern Eintrittsgelder von 22 Pfund verlangt und außerdem einen Teil des Gewinns als Kommission kassiert. Nach geltender Rechtslage hätte er dafür eine Kasinolizenz haben müssen. Kelly hatte vor Gericht argumentiert, dass Poker ein weitverbreitetes Spiel für jedermann sei, bei dem es vor allem auf Geschick und nicht Glück ankomme. dieWelt

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