Streit um das Glücksspiel

 |   |  0 Kommentare |  Kommentieren |  262 mal angesehen
MÜNCHEN (dpa) - Die Landtags-Grünen haben der Staatsregierung Doppelzüngigkeit im Kampf gegen die Spielsucht vorgeworfen.

Einerseits werde der Schutz vor Spielsucht als Argument zur Verteidigung des staatlichen Glücksspielmonopols eingesetzt, sagte der Grünen-Wirtschaftsexperte Martin Runge. Tatsächlich habe die Staatliche Lotterieverwaltung aber alles getan, um möglichst viele Menschen zum Glücksspiel zu verleiten. Seit 1950 seien die Gesamteinnahmen des Freistaats aus der Lotterieverwaltung von damals umgerechnet 18 auf eine halbe Milliarde Euro gestiegen.

Runge kritisierte, die staatliche Finanzverwaltung sei der «Oberdealer». Die Spielsucht werde angeheizt durch immer neue Produkte und immer höhere Gewinne. Lotto, Toto, Oddset, Spiel 77, Super 6, Glücksspirale oder Bayernlos hätten kaum das Ziel, «dass möglichst wenige Leute teilnehmen sollen», sagte Runge. Finanzminister Kurt Faltlhauser betonte dagegen, der geplante neue Staatsvertrag werde Suchtprävention und Spielschutz klar in den Mittelpunkt stellen.

Die Grünen plädieren für eine begrenzte Liberalisierung mit gleichzeitiger Daseinsberechtigung für private und staatliche Anbieter. Faltlhauser sagte, eine Liberalisierung werde zwingend zu mehr Wettbewerb und größerer Suchtgefährdung führen.

Kommentare

Gute Wettanbieter

Expekt Wettanbieter Bet365 Wettanbieter Tipico Wettanbieter Sportingbet Wettanbieter