Sturmlauf gegen Poker-Casino

 |   |  0 Kommentare |  Kommentieren |  278 mal angesehen
Wiener Neustadt - Aufregung nach KURIER-Artikel: Casinos Austria wettern gegen das „illegales Glücksspiel“ auf 2200 Quadratmetern. Die Betreiber des „Poker Royale“ wehren sich gegen die Vorwürfe aus der Branche.

Illegale Zockerhölle oder Ort des strategischen Kartenspiels? Noch nicht einmal eröffnet, sorgt das geplante Poker Card Casino in Wiener Neustadt für heftige Debatten. Nach dem KURIER-Artikel über Europas größte Spielstätte dieser Art, die in Wiener Neustadt entstehen soll, laufen die Casinos Austria AG gegen das neue Poker Royale-Casino in Wiener Neustadt Sturm.

Geschäftsführer Kurt Haindl plant in einer 2200 großen Halle einen Pokerspielbetrieb auf bis zu 90 Tischen. Er besitzt dafür einen Gewerbeschein für „erlaubte Kartenspiele ohne einem Bankhalter (Croupier), bei denen der Spielerfolg nicht ausschließlich und überwiegend vom Zufall abhängig ist“.
Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs

Genau hier scheiden sich die Geister. Nicht nur, dass das Card Casino in unmittelbarer Konkurrenz zum Badener Casino stehen würde, so sieht man bei den Casinos Austria einen eindeutigen Gesetzesbruch. „Laut der Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes vom September 2005, ist bei Poker der Spielausgang überwiegend vom Zufall abhängig. Also zählt es als Glücksspiel“, erklärt Unternehmenssprecher Peter Erlacher.
Demnach würde das Poker Royale mit dem Datum der Eröffnung (im April geplant) sowohl gegen den Paragraf 168 des Strafgesetzbuches (illegales Glücksspiel) als auch gegen das Glücksspielgesetz verstoßen. „Denn so eine Einrichtung unterliegt dann dem Glücksspielgesetz, wenn das Spiel von einem Veranstalter professionell ausgerichtet wird“, so Erlacher. Dieses Faktum sieht er in Wiener Neustadt als gegeben.

Spiel gegen das Casino

Haindl widerspricht: Bei ihm gäbe es keine Bankhalter im herkömmlichen Sinn, die das Casino vertreten. „Bei uns spielen die Teilnehmer untereinander um ihr Geld und nicht gegen das Casino.“ So genannte Card-Dealer oder Kartengeber leiten das Spiel. Diese befinden sich gerade zu Dutzenden im Poker Royale in Wiener Neustadt in der Ausbildung. Der zehn- bis zwölfwöchige Kurs kostet 1000 Euro.

Nun gilt es abzuwarten, welche Rechtsauffassung die Polizei als zuständige Verwaltungsstrafbehörde hat. Die zuständigen Juristen versuchen sich bereits bis zur Eröffnung des Casinos mit der brisanten Angelegenheit vertraut zu machen.

Artikel vom KURIER Österreich

Kommentare

Gute Wettanbieter

Expekt Wettanbieter Bet365 Wettanbieter Tipico Wettanbieter Sportingbet Wettanbieter