Sportstiftung NRW bangt um Existenz

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Düsseldorf - Die Sportstiftung NRW bangt um ihre Existenz. Grund seien die drastischen Einnahmeeinbußen des staatlichen Sportwetten-Anbieters Oddset, von denen die Fördermittel der Sportstiftung direkt betroffen seien, sagte der Vorstandsvorsitzende Manfred Speck am Mittwoch in Düsseldorf. Ohne einen finanziellen Zuschuss der Landesregierung in Höhe von 2,9 Millionen Euro pro Jahr stehe die Sportler-Förderung in zwei Jahren vor dem Aus.

Der Anteil der Sportstiftung an den Konzessionsabgaben von Oddset sank 2006 den Angaben zufolge auf 1,3 Millionen Euro. Im Jahr 2005 wurden auf diesem Weg noch 3,0 Millionen Euro eingenommen, 2002 rund 5,5 Millionen Euro. Grund für den drastischen Rückgang der Einnahmen sei die rechtlich ungeklärte Lage auf dem Markt der Wettanbieter. Derzeit finanziert die Sportförderung NRW die Einnahmedifferenzen aus den Rücklagen, die aber Speck zufolge in spätestens zwei Jahren aufgebraucht sind. Die Rücklagen betragen momentan rund acht Millionen Euro.

Speck forderte die Landesregierung auf, der Stiftung die im Haushalt für 2007 vorgesehenen 2,9 Millionen Euro vollständig auszuzahlen. 1,98 Millionen Euro seien bislang erst geflossen. "Bis wir nicht ein klares Signal der Landesregierung haben, können wir keine neuen Förderanträge mehr bearbeiten", sagte Speck. Es stünden rund 140 Arbeitsplätze von Trainern oder Physiotherapeuten auf dem Spiel.

Die Förderung von sportlichen Nachwuchstalenten sei "sehr wichtig". Dafür sei diese Stiftung gegründet worden. Sollte die Sportförderung nun zusammenbrechen, würde das "verheerende Folgen" haben. Die Athleten hätten dann kaum mehr Chancen, sich bei Olympia vorn zu platzieren.

Die Landesregierung führt eigenen Angaben zufolge derzeit "konstruktive Gespräche" mit der Stiftung über den geforderten Zuschuss. "Wir sind zuversichtlich, dass wir zu Ergebnissen kommen, mit denen die Arbeit der Stiftung auf Dauer gesichert werden kann", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Holger Schlienkamp.

Die in Köln ansässige Einrichtung soll den Nachwuchs im Leistungssport in Nordrhein-Westfalen fördern. Derzeit werden von der Stiftung etwa 3000 Nachwuchstalente betreut. Zu den geförderten Projekten zählen die olympischen Kernsportarten Schwimmen, Leichtathletik, Turnen und Mädchenfußball. (ddp)

Quelle: <a href='http://www.ksta.de/html/artikel/1171432647777.shtml' target='_blank'>www.ksta.de/html/artikel/1171432647777.shtml</a>

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