LKA-Beamter gibt Weitergabe von Akten zu

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Frankfurt (dpa) Ein Beamter des hessischen Landeskriminalamts (LKA) hat nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft zugegeben, Kopien von Ermittlungsakten im Fußball- Wettskandal weitergegeben zu haben. Der Beamte sei wegen Bestechlichkeit und Verletzung des Dienstgeheimnisses angeklagt, sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Doris Möller-Scheu, am Montag und bestätigte einen Bericht des Nachrichtenmagazins «Focus».

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Polizeibeamte dem Magazin «Stern» über einen Mittelsmann Kopien von Ermittlungsakten zum Fußball-Wettskandal verkauft hat. Gegen eine «Stern»- Redakteurin sei Anklage wegen Bestechung und gegen den Komplizen des Polizisten wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat erhoben worden. Die Journalistin weise die Vorwürfe zurück, sagte Möller-Scheu. Sie gebe an, sie habe nicht gewusst, dass einer der Informanten Amtsträger war. Der Skandal um verschobene Spiele und illegale Sportwetten hatte Fußball-Deutschland im vergangen Jahr kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land ereilt.

Der LKA-Beamte, der 2006 zu der Sonderkommission zur Aufklärung des Wettskandals gehörte, soll die komplette, 200 Seiten umfassende Ermittlungsakte heimlich vervielfältigt und versucht haben, das Material an Medien zu verkaufen. Der «Stern» zahlte nach Erkenntnissen der Ermittler 5000 Euro für die Kopien. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf, als ein Artikel mit bis dahin nicht öffentlich bekannten Informationen aus den Akten erschienen war.

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