Druck auf Deutschland und Frankreich wird steigen

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Das jüngste EuGH-Urteil zum freien Dienstleistungsverkehr (Placanica) wird zwar auf kurze Sicht wenig bewirken, auf lange Sicht aber sehr deutliche Auswirkungen haben. "Es ist ein weiterer Schritt für die Öffnung der europäischen Wett- und Gaming-Branche", kommentiert Merrill Lynch-Analyst Ian Rennardson die gestrige Entscheidung. Das Urteil sei vor allem für jene Unternehmen positiv, die ausserhalb ihres Heimatmarktes expandieren wollen, etwa für Ladbrokes Lottomatica oder William Hill. Negativ sei es hingegen eher für OPAP, deren Gewinne grösstenteils auf ihrem griechischen Monopol-Status beruhen.

Wichtig sei, dass nun die Gefahr bzw. der Status der Kriminalität mit dem Placanica-Urteil beseitigt sei, so der Analyst. Das bedeute, so Merrill Lynch, dass Unternehmen und deren Manager nicht länger mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen haben, wenn sie in EU-Ländern operieren, die noch staatliche Monopole aufrecht erhalten. Nichtsdestotrotz, eine zivielrechtliche Verfolgung können noch nicht ausgeschlossen werden.

Während Italien mittlerweile den Markt für fremde Anbieter geöffnet hat, werde das Placanica-Urteil wohl den Druck auf Staaten wie Griechenland, Frankreich und Deutschland erhöhen, um ihre Einstellung gegenüber ausländischen Anbietern zu überdenken. (bs)

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