Premiere stoppt Bundesliga-Vermarktung

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Premiere hat die Vermarktung des Fussball-Abosenders arena für Satellitenkunden gestoppt. Bedenken des Kartellamts gegen die Kooperation hatten den Bezahlfernseh-Sender zu diesem Schritt veranlasst, woraufhin die Premiere-Aktie heute um acht Prozent einbrach. Die Entscheidung, arena zunächst nicht weiter über Satellit zu vermarkten, begrenze das Potenzial für Premiere, neue Kunden hinzuzugewinnen, begründete Gepa Theobald, Analystin bei WestLB Equity Research, ihre Entscheidung, das Papier aufgrund der Nachricht auf "Hold" von "Buy" zurückzustufen. Das Kursziel von 17,50 Euro stellte Theobald auf den Prüfstand.

Kartellamt prüft Zusammenschluss

Im Februar hatten arena und Premiere eine Allianz verkündet. Der Vertrag räumt Premiere unter anderem ein, arena in ganz Deutschland auch über Satellit zu verbreiten und zu vermarkten. Der arena-Mutter Unity Media wurde im Gegenzug eine Beteiligung von 16,7 Prozent an Premiere eingeräumt. Das Aktienpaket sollte an ein unabhängiges Finanzinstitut übertragen werden, das als Treuhänder fungiert hätte. "Die Prüfung durch das Kartellamt ist langwieriger und umfassender als erwartet", stöhnte Premiere-Chef Georg Kofler am Mittwoch. arena ist mit 16,7 Prozent der Anteile grösster Aktionär bei dem Konkurrenten. Ein Einfluss auf die Unternehmenspolitik von Premiere wurde zwar vertraglich ausgeschlossen; aber das Bundeskartellamt prüft, ob es sich um einen anmeldepflichtigen Zusammenschluss handelt. Fahrplan für neue Saison offen

Für die derzeitigen Kunden, die das Live-Angebot bereits nutzten, ändere sich nichts, versichtert Premiere. "Kein Bildschirm bleibt am Wochenende schwarz." Das Münchner Unternehmen zeigt die Bundesliga für 400.000 Kunden über Kabel und für 80.000 Kunden über Satellit. Die Kabelkunden sind nicht betroffen. Die Satellitenkunden können die letzten fünf Spieltage der laufenden Bundesligasaison noch sehen - aber wie es für sie in der neuen Saison ab August weitergeht, ist offen. Neue Verträge schliesst Premiere wegen der Kartellbedenken ab sofort keine mehr ab. Bis Ende Mai wollen die Partner - Premiere, der Kabelkonzern Unity Media und dessen Tochter arena - ein kartellrechtlich unbedenkliches Modell entwickeln. Wenn Premiere die Bundesliga in der nächsten Saison aber nicht zeigen könnte, wären die Abonnenten- und Gewinnprognosen Makulatur, wie ein Sprecher bestätigte. (hd) (apa)

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