bwin: Die Zahlen fürs 1. Quartal

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Die heute vorgelegten Erstquartalszahlen von bwin wurden von den Aktionären nur auf den ersten Blick positiv aufgenommen. Die Aktie legte zu Handelsbeginn zwar mehrere Prozent auf 34,27 Euro zu, büsste in weiterer Folge aber deutlich ein und notierte um die Mittagszeit bei 31,5 Euro. RCB-Analyst Leopold Salcher führt diese plötzliche Stimmungsschwankung der Aktionäre auf die rückläufige Kundensituation zurück. Gegenüber dem 4. Quartal 2006 ging sowohl die Zahl der aktiven (-6,1%) als auch die Zahl der erstmals aktiven Kunden (-14,5%) zurück. bwin erklärt den Rückgang mit der "drastischen Reduktion des Marketingbudgets".

Während für Salcher die rückläufige Kundendynamik "nicht dramatisch" ist, sehen andere Analysten darin sehrwohl einen Grund zur Bersorgnis. "Die fallenden Kundenzahlen sind schon etwas Besorgnis erregend. Sie haben noch viele WM-Kunden dabei, die natürlich ein anderes churn-Verhalten haben, aber langsam sollte dieser Effekt mal auslaufen", sagte etwa Christine Reitsamer von Sal. Oppenheim zur Nachrichtenagentur Reuters. Und auch Andrew Lee von Dresdner Kleinwort ist besorgt: "Noch sei die Kundenzahl nicht das grosse Probleme. Die Frage sei, ob letztlich die registrierten Kunden gehalten werden können, wenn die Werbekosten gekürzt werden", meinte er zu Reuters.

Insgesamt war das abgelaufene Quartal für bwin äusserst erfolgreich, wenngleich Salcher darauf aufmerksam macht, dass das 1. Quartal sowie das 4. Quartal am Sportwettenmarkt traditionell sehr stark sind. bwin erwirtschaftete im 1. Quartal 2007 Brutto-Gaming-Erträge von 89,4 Mio. Euro. Der Sportwetten-Bruttorohertrag wurde gegenüber der Vorjahresperiode um 27,8% auf 50,1 Mio. Euro gesteigert. Die Sportwetten-Marge betrug 9,5%. Laut Salcher war das Sportwettengeschäft im 1. Quartal bei bwin "sehr dominant", die Marge so hoch wie seit dem 4. Quartal 2004 nicht mehr. Für den RCB-Analysten wirkte sich die Strategieanpassung bwins insgesamt relativ schnell und stärker als erwartet aus. Die Marketingaufwendungen wurden im 1. Quartal gegenüber dem 4. Quartal 2006 um 33 Prozent auf 24,7 Mio. Euro zurückgefahren und die Ergebniszahlen deutlich verbessert. Das EBITDA liegt bei 23,2 Mio. Euro, das operative Ergebnis bei 12,3 Mio. Euro und der Gewinn nach Steuern und Ergebnisanteilen Dritter bei 9,9 Mio. Euro. Die Analystenschätzungen gingen bei den Ergebniszahlen weit auseinander. Einzig die Dresdner Bank kam an die tatsächlich erreichten Zahlen halbwegs heran. Weltweite Nr. 1

bwin-Co-CEO Norbert Teufelberger konnte heute aber nicht nur mit besser als erwarteten Zahlen aufwarten, sondern informierte seine Aktionäre auch darüber, dass man das 2004 kommunizierte Ziel, zur weltweiten Nr. 1. aufsteigen zu wollen, früher als erwartet erreicht habe. Sowohl bei der Anzahl der aktiven Kunden als auch bei den Brutto- und Netto-Gaming-Erträgen setzte sich bwin an die Spitze aller börsenotierten Online Gaming-Anbietern. Um die starke Position gegenüber den Mitbewerbern zu halten, soll weiter in neue Produkte und Technologien investiert werden, "um den Innovationsdruck für die Wettbewerber zu verschärfen", so Teufelberger.

Mit Zukunftsaussagen hält sich bwin nach wie vor zurück. Weder ein Ausblick auf die Gaming-Erträge, noch auf die Ergebniszahlen im Gesamtjahr wurde gewährt. Zu den laufenden Gesprächen mit Sportingbet wurde ebenfalls nichts Neues kommuniziert.

Man wolle an den bisher kommunizierten Ziele festhalten, so Teufelberger vage. So sollen neue Märkte, vor allem in Asien und Lateinamerkia, erschlossen und die Strategieanpassung weiter umgesetzt werden. Insgesamt stimme die rechtliche Grosswetterlage zuversichtlich, wenngleich keiner weiss, wo sich die Industrie aufgrund der rechtlichen Gegebenheiten hin entwickeln werde, so Teufelberger. (cp) boerse-express

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