Buchmacher geht in die Offensive

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Henry Kalkmann gehört das Wettbüro an der Kreuzkirche.
Er bedauert einen Fehler, für den er nicht verantwortlich sei

Ein angeblicher Fehler bei der Übertragung von Wettquoten hat Henry Kalkmann viel Ärger und eine Anzeige wegen Betruges eingebracht. Der seit 1997 staatlich anerkannte Buchmacher vermittelt u. a. in seinem Büro an der Kreuzkirche Wetten für TopSportWetten Ltd. mit Sitz auf Malta. Kalkmann also gehört das Geschäft, in dem Michael Kurtz und Artan Koraqe auf Fußballspiele der 1. französischen Liga gewettet hatten und denen Gewinne von über 33 000 Euro nicht ausgezahlt worden waren (wir berichteten).


Der Wattenscheider, der das Verbot privater Sportwetten absurd nennt, nimmt für sich in Anspruch, ein seriöser Geschäftsmann zu sein. Er habe Verständnis für den Ärger von Michael Kurtz und Artan Koraqe, schließlich freue sich jeder auf Geld, was man vermeintlich gewonnen habe. "Für den Kunden ist das eine schlechte Sache", gibt Kalkmann zu. Er fühle sich dennoch zu Unrecht an den Pranger gestellt. Erstens, weil er nur Wettvermittler für die maltesische Firma sei. Und zweitens, weil die Beurteilung des Sachverhaltes völlig korrekt und die Nichtauszahlung rechtens gewesen sei. Zur Not werde er das vor Gericht klären lassen.

Kalkmann zufolge könnte es genau darauf hinauslaufen. Denn: Den verärgerten Wettern sei eine nicht erhebliche Summe angeboten worden. TopSportWetten habe versucht, sich mit Kurtz und Koraqe zu einigen - erfolglos.

Eine Darstellung, die Talip Aksu, Dienstleister des maltesischen Unternehmens, im Gespräch mit der WAZ bestätigt. Statt dem Deal zuzustimmen hätten die Wetter eine rüde Gangart angeschlagen. "Man kann sich aber nur im Guten einigen, wir lassen uns nicht erpressen", sagt Aksu. Gleichzeitig betont er: Der Quotenfehler hätte offensichtlicher nicht sein können. Er behauptet sogar, Kurtz und Koraqe hätten absichtlich darauf gewettet. "Es gibt solch hohe Quoten nicht. Wir haben die Spiele nicht falsch eingeschätzt, sondern es ist ein bedauerlicher Fehler im System aufgetreten", sagt Aksu. Sollte der Streit ums Geld vor Gericht landen, sei TopSportWetten sicher, zu siegen. Der Haftungsausschluss bei offensichtlichen Quotenfehlern sei Bestandteil der Geschäftsbedingungen. Die seien seit Oktober 2005 gültig. Aksu: "Es macht sich nur niemand die Mühe, die anderthalb Seiten zu lesen."


24.05.2007 Von Kai Wiedermann - waz.de

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