Verwirrspiel in der deutschen Lotto-Branche

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Der Glücksspielanbieter Fluxx und Lotto Rheinland-Pfalz sorgen für ein Übernahme-Verwirrspiel am Freitagnachmittag.

So gab Fluxx zunächst bekannt, dass beabsichtigt werde, die Mehrheit an der Lotto Rheinland-Pfalz GmbH zu übernehmen. Ein entsprechendes Kaufangebot sei den Gesellschaftern der einzigen privaten unter den insgesamt 16 deutschen Lottogesellschaften übermittelt worden, wie es hiess. Die derzeitigen Gesellschafter der Lotto Rheinland-Pfalz GmbH - die drei Sportbünde Rheinland, Rheinhessen und Pfalz - hätten sich grundsätzlich mit dem Landesfinanzministerium auf einen Verkauf der Lottogesellschaft geeinigt, so Fluxx.

Seitens Lotto Rheinland-Pfalz hiess es als Reaktion hingegen, dass nicht an die Fluxx AG verkauft wird. 'Ein Verkauf unseres Unternehmens an einen gewerblichen Spielevermittler wie Fluxx kommt nicht in Frage', so Lotto-Geschäftsführer Hans-Peter Schössler. 'Es geht bei der aktuellen Diskussion um Lotto Rheinland-Pfalz lediglich um eine Änderung der Gesellschafterstruktur.'

Zwar habe Fluxx in einem Brief den rheinland-pfälzischen Sportbünden das Interesse am Erwerb des Unternehmens bekundet, doch die Sachlage liege "völlig anders", wie es heisst: 'Vielmehr übernimmt das Land Rheinland-Pfalz die Mehrheit der Anteile an dem bisher den drei Sportbünden gehörenden Unternehmen, um den Stellenwert eines verantwortungsvollen Umgangs mit Suchtgefahren im Rahmen des staatlichen Lotteriemonopols zu unterstreichen', so Schössler weiter.

'Das Angebot steht diesem Anliegen diametral gegenüber und ist eine reine Provokation eines mit dem deutschen Lotto-Block seit Jahren in verschiedenen Streitfragen überworfenen Internetanbieters, der zudem gerade ausserhalb jeder Rechtsgrundlage einen terrestrischen Vertrieb in Konkurrenz gegen unsere eigenen Verkaufsstellen aufbaut', kommentiert der rheinland-pfälzische Lotto-Geschäftsführer die Fluxx-Offerte. 'Wir lassen uns nicht auseinander dividieren', sagt Hans-Peter Schössler: 'Insofern wird Fluxx mit seinem Angebot nicht die geringste Chance haben. Unser Ziel ist es, den Lotto-Staatsvertrag, der uns künftig die rechtliche Grundlage sichert, die sich über Jugend- und Spielerschutz definiert, nicht zu gefährden.' (cp) boerse-express

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