bwin - Neues aus der Gerüchteküche

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Der Wett- und Glücksspiel-Riese bwin ist diese Woche wieder einmal stark in den Medien präsent. Da kursieren einerseits Gerüchte von einer Fusion mit Sportingbet und dann könnte vielleicht noch das österreichische Glücksspielmonopol zu Fall gebracht werden?

Aber alles der Reihe nach – "Gerücht" Nr.1: Will bwin wirklich Sportingbet übernehmen?

Laut aktuellen Zeitungsberichten des englischen "Sunday Express", soll Sportingbet (= Paradise Poker) angeblich durch bwin übernommen werden. Das österreichische "Wirtschaftsblatt" hat Anfang dieser Woche einen Artikel des englischen "Sunday Express" zitiert, in dem bwin deutliches Interesse an einer Übernahme von Sportingbet hätte. Auch die Zahlen des Angebots wurden mit EUR 384 Millionen bzw. 70 Pence pro Aktie veröffentlicht.

Das Interessante daran ist, dass es schon 2007 einen Versuch zur Fusion gegeben hat. Die Verhandlungen wurden aber seitens bwin abrupt gestoppt. Damals wurden keine konkreten Gründe für das Nicht-Zustande-Kommen des Deals genannt. Nur soviel: die Gespräche seien damals in "ausgezeichnetem Klima" verlaufen. Dennoch hatte es nicht geklappt, aber wie man sieht – aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der schnelllebige Sportwetten- und Glücksspielmarkt verlangt nach Flexibilität. Und daher wäre es durchaus nachvollziehbar, wenn tatsächlich neuerlich Verhandlungen aufgenommen worden wären.

Die Hintergründe für einen neuerlichen Fusionsvorstoß könnten aufgrund der schwierigen Gesetzeslage in den USA wieder ins Rollen gebracht worden sein. Der Kurs von Sportingbet an der Börse hat von diesem "Gerücht" gleich profitiert und deutlich zugelegt.

Dennoch kann derzeit wirklich nur von einem Gerücht die Rede sein, denn bwin-Sprecher Konrad Sveceny gab gegenüber dem Wirtschaftsblatt keine Stellungnahme zu einem geplanten Deal ab. Wie kann man das jetzt interpretieren? – Keine Antwort auch eine Antwort? Vielleicht will man diesmal im Stillen verhandeln und erst bei konkreten Ergebnissen an die Öffentlichkeit gehen. Das wäre wohl für beide Seiten angenehmer, denn sollte ein neuerlicher Versuch wieder scheitern würde das nicht nur medial durchgekaut werden, sondern womöglich auch den Aktienkursen schaden. Und in Zeiten, wo das Online-Glücksspiel in Europa durch Monopolisierung und Zugangsbeschränkungen immer mehr in Bedrängnis gerät, will sich niemand einen Fehltritt leisten.

Apropos "Monopol" – "Gerücht" Nr.2: Kann bwin das österreichische Glücksspiel-Monopol zu Fall bringen?

Laut einem Bericht des österreichischen Wirtschaftsmagazins "Trend" wollen die Casinos-Austria ihren Online-Pokerroom international vermarkten. Casinos-Austria Chef Karl Stoss meint dazu: "Wir sind für internationale Kooperationen offen, allerdings kommen nur Unternehmen in Frage, deren Teilnahme- und Spielbedingungen ähnlich hohe Standards an den Tag legen wie unsere."

bwin sieht in diesem Vorstoß eine Chance, dass das Glücksspiel-Monopol in Österreich dadurch zum Fallen gebracht werden könnte. Norbert Teufelberger, Geschäftsführer von bwin, vergleicht das Vorgehen der Casinos-Austria mit einem Cross-Border-Game und der Konsequenz, dass Monopoldiskussionen ein Ende hätten. Dieser Meinung ist auch Thomas Talos, Rechtsanwalt von bwin: "Die Lizenz der Casinos und Lotterien ist auf Österreich beschränkt. Eine Kooperation, etwa mit einem deutschen oder einem französischen Anbieter, könnte nur mit der Dienstleistungsfreiheit in Europa begründet werden."

Gerade diese Begründung ist es, die schon seit Wochen und Monaten vor dem EuGH für Verhandlungen und Diskussionen sorgt. EU-Binnenmarkt Kommisar Charlie McCreevy argumentiert schon seit langem, dass Monopole im Grunde gegen die Dienstleistungsfreiheit der EU verstoßen.

Sollten die Casinos-Austria wirklich ihren Online-Pokerroom Länder übergreifend vermarkten dann dürfte man laut "Trend" Artikel mit rechtlichen Schritten seitens bwin rechnen.

In der Gerüchteküche brodelt es …und bwin lässt sicher nichts anbrennen…

Quelle: http://www.pokerspieleonline.de

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