Galgenhumor? Wette auf das eigene Leben

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Ein an Krebs erkrankter Brite hat einen etwas eigenwilligen Humor, als er bei William Hill auf sein eigenes Leben wettete. Sein Willen ist offenbar sehr stark, die ersten 5000 Pfund mussten ihm nämlich neulich ausgezahlt werden.




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<b>Brite wettet um sein Leben - und gewinnt</b>

Die Ärzte diagnostizierten Krebs und gaben Jon Matthews noch acht Monate. Sie konnten nicht damit rechnen, dass sie damit seinen sportlichen Ehrgeiz weckten. Der 58-jährige Brite schloss bei Buchmachern eine Wette ab, dass er länger leben werde - und gewann.

Milton Keynes - Britische Buchmacher sind es gewohnt, außer dem Tagesgeschäft der Fußball- oder Kricketwetten auch skurrile Einsätze entgegenzunehmen. Wie etwa 1989, als ein Mann aus Birmingham 20 Pfund darauf setzte, dass sein dreieinhalb Jahre alter Sohn bei der Fußball-WM 2018 ein Tor für England schießen wird. Die Quote: 50.000 zu 1.

Und so zögerte das Wettbüro William Hill auch nicht lange, als Jon Matthews der Niederlassung in Milton Keynes im April 2006 eine Wette auf sein eigenes Leben anbot.

Da hatten die Ärzte dem ehemaligen Autohändler just eröffnet, dass er wahrscheinlich keine acht Monate mehr zu leben hatte. Ihre Diagnose: Jon Matthews litt an einem Mesotheliom, einem Krebs des Rippenfells, der von Asbest verursacht wird. "Machen Sie keine Pläne mehr für Weihnachten", sagten die Ärzte ihrem Patienten. Länger als 25 Monate, fügten sie hinzu, habe noch niemand eine solche Diagnose überlebt.

Ein herzloser Ratschlag, aber bei Jon Matthews löste das Todesurteil einen sportlichen Ehrgeiz aus, wie ihn Mediziner wohl kaum schon einmal erlebt haben dürften. Er beschloss, es den Ärzten zu zeigen - und seinen Entschluss außerdem schriftlich in Form einer Wette festzuhalten. "Ich war wirklich neugierig, wie lange ich durchhalten würde", erklärte Matthews britischen Reportern. "Würde ich nur ein paar Wochen schaffen - oder sogar Jahre?"

Das Wettbüro William Hill, eines der größten Unternehmen seiner Art in England, nahm die Wette auf sein Leben an. "Wir hatten zwar noch nie einen Einsatz dieser Art", erklärte Firmensprecher Graham Sharpe, "aber Jon hat uns sehr eindringlich geschildert, wie die Wette ihn zusätzlich anspornen würde, um sein Leben zu kämpfen."

Das war wahrer Sportsgeist, auf beiden Seiten, mit einer Portion Galgenhumor bei dem Krebspatienten und einer Dosis geschäftlichem Kalkül bei den Buchmachern.

Matthews schloss gleich zwei Wetten ab. Er setzte 100 Pfund darauf, bei einer Quote von 50:1, dass er 25 Monate später, also am bis Juni 2009, noch am Leben sein würde. Und weitere 100 Pfund, dass er es sogar bis 2010 schafft, wofür William Hill eine Quote von 100:1 berechnete.

Die ersten 5000 Pfund hat er sich nun verdient, und die Buchmacher reagierten, wie zu erwarten war: "Wir waren noch nie so froh, einem Kunden 5000 Pfund auszahlen zu dürfen", sagte Unternehmenssprecher Sharpe. "Und ich denke, wir werden im kommenden Jahr wohl weitere 10.000 Pfund verlieren."

Jon Matthews allerdings beweist nun wirklichen Sportsgeist - und nimmt eine zusätzliche Erschwernis auf sich, die das Risiko zu seinen Ungunsten vergrößern dürfte. Er will zwar die Hälfte seines Gewinns an die Wohltätigkeitsorganisation Macmillan spenden, die für Krebspatienten sorgt. Die restlichen 2500 Pfund gedenkt er jedoch, in "booze and fags" zu investieren - Alkohol und Zigaretten.

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